Transparenter Acryl-Prospekthalter auf einem Arbeitstisch, gefüllt mit Broschüren, daneben Messschieber und Notizblatt zur Berechnung der Fülltiefe.

Prospekthalter-Fülltiefe berechnen

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Die passende Fülltiefe eines Prospekthalters ergibt sich nicht aus dem DIN-Format und auch nicht aus den Außenmaßen des Halters. Entscheidend ist, wie viel nutzbare Innentiefe das Fach tatsächlich bietet und welche Stapelhöhe Ihre Drucksachen im realen Einsatz erreichen. Wenn Sie die Prospekthalter-Fülltiefe berechnen möchten, brauchen Sie daher vor allem drei Werte: die gemessene Dicke je Exemplar, die gewünschte Stückzahl und eine sinnvolle Reserve für saubere Entnahme und Nachfüllung. So lassen sich Herstellerangaben besser einordnen und unterdimensionierte Lösungen vermeiden.

Welche Maße für die tatsächliche Kapazität entscheidend sind

Ein A4- oder DIN-lang-Prospekthalter beschreibt zunächst nur das Format, also welche Breite und Höhe der Inhalt haben darf. Daraus lässt sich noch nicht ableiten, wie viele Flyer, Prospekte oder Broschüren in das Fach passen. Auch Außenmaße helfen nur begrenzt, weil Wandstärken, Frontkanten oder konstruktive Details nutzbaren Innenraum reduzieren können. Auch Verarbeitungsverfahren wie Acryl laserschneiden und tiefziehen beeinflussen Wandstärken, Kanten und damit die nutzbare Fülltiefe sowie Stabilität.

Für die Auswahl zählt deshalb bei einem Acryl-Display die tatsächlich nutzbare Fülltiefe im Inneren des Fachs. Diese Angabe beschreibt, welche Stapelhöhe aufgenommen werden kann. Am praktischsten sind Kapazitätsangaben in Millimetern, weil sie direkt mit der gemessenen Höhe Ihres Drucksachenstapels verglichen werden können. Allgemeine Aussagen wie „große Fülltiefe“ sind ohne konkreten Messwert kaum belastbar. Vergleichen Sie hierzu Modelle mit unterschiedlichen Fülltiefen und DIN-Formaten bei unseren Prospekthaltern und Flyerständern aus Acryl.

So ermitteln Sie die benötigte Fülltiefe Schritt für Schritt

  1. Messen Sie die reale Dicke eines Exemplars. Maßgeblich sind nicht nur Papiergrammatur und Format, sondern auch Seitenzahl, Falzung, Umschlag und Verarbeitung.
  2. Legen Sie die gewünschte Füllmenge pro Fach fest. Diese Zahl richtet sich danach, wie viel auf einmal ausliegen soll und wie oft nachgefüllt wird.
  3. Berechnen Sie die Stapelhöhe: Einzelstärke × Stückzahl. Das ist Ihr technischer Ausgangswert.
  4. Addieren Sie eine Reserve. Der Halter sollte nicht bis zur theoretischen Maximalgrenze gefüllt werden, damit Inhalte sauber nachrutschen und leicht entnommen werden können.
  5. Vergleichen Sie das Ergebnis mit der nutzbaren Innentiefe des Fachs. Genau dieser Wert gehört in Einkauf, POS-Planung oder ins Briefing für den Ladenbau.

Beispielrechnungen für Flyer, Prospekte und Broschüren

Die folgenden Werte sind Beispielrechnungen. Für Ihre Auswahl sollten Sie immer die tatsächliche Einzelstärke Ihrer Drucksache messen.

Drucksache Gemessene Einzelstärke Geplante Stückzahl Berechnung Benötigte Fülltiefe
Einlagiger Flyer 0,12 mm 100 Stück 0,12 × 100 = 12 mm, zuzüglich Reserve ca. 15 mm
Gefalzter Prospekt 0,60 mm 50 Stück 0,60 × 50 = 30 mm, zuzüglich Reserve ca. 35 mm
Mehrseitige Broschüre 2,00 mm 30 Stück 2,00 × 30 = 60 mm, zuzüglich Reserve ca. 68 mm

So lesen Sie Herstellerangaben zu Prospekthaltern richtig

Für die Produktauswahl sind vor allem fünf Angaben relevant: nutzbares Format, Fülltiefe beziehungsweise Fassungsvermögen, Innenmaße des Fachs, Material und Montageart. Viele Produktseiten nennen jedoch primär Außenmaße, Materialstärke oder allgemeine technische Daten. Das kann für die Konstruktion in der Displayherstellung aus Acryl wichtig sein, hilft aber bei der Kapazitätsplanung nur bedingt.

Aussagekräftig sind Angaben, die sich direkt auf die nutzbare Tiefe beziehen, etwa als Millimeterwert oder klar definierte Stückkapazität. Stückzahlen sollten Sie immer kritisch prüfen, weil sie von der konkreten Drucksache abhängen. Fehlen belastbare Angaben, sind Rückfragen sinnvoll: Wie groß ist die nutzbare Innentiefe? Worauf bezieht sich die Kapazitätsangabe? Und bleibt die Fülltiefe bei Wandmontage oder stark frequentierten Auslagepunkten praktisch gut nutzbar?

Diese Auswahlfehler führen zu zu geringer Kapazität

  • DIN-Format wird mit Fassungsvermögen verwechselt. Ein Halter für A4 kann sehr unterschiedliche Stapelhöhen aufnehmen.
  • Es werden nur Außenmaße oder Produktfotos geprüft. Ohne nutzbare Innentiefe bleibt die tatsächliche Kapazität offen.
  • Die Berechnung endet bei der theoretischen Stapelhöhe. Für Entnahme, Nachfüllung, leicht ungleichmäßige Stapel und Materialtoleranzen braucht es zusätzlichen Spielraum.
  • Besondere Inhalte werden wie Standardflyer behandelt. Dicke Broschüren, gemischte Inhalte oder längere Nachfüllintervalle erhöhen den Bedarf an Fülltiefe deutlich.

Wann eine individuelle Acryl-Displaylösung sinnvoll ist

Standard-Prospekthalter stoßen an Grenzen, wenn Formate vom Üblichen abweichen, Broschüren besonders dick sind, mehrere Fächer kombiniert werden sollen oder die Auslage Teil einer größeren Produktpräsentation am POS ist. In solchen Fällen reicht es oft nicht mehr, nur ein Katalogmaß auszuwählen. Lassen Sie sich dazu von einem Acryl-Display Hersteller beraten.

Bei einer individuellen Acryl-Displaylösung wird die berechnete Fülltiefe zu einer zentralen Konstruktionsvorgabe. Sie wird zusammen mit Öffnungsbreite, Frontkante, Neigung und Befestigung auf den Einsatzzweck abgestimmt. Für Unternehmen, die individuelle Produktpräsentationen oder kundenspezifische Displayherstellung benötigen, kann diese Vorarbeit direkt in die Auslegung einfließen. Genau hier setzt E&H Design mit maßgeschneiderten Acryl-, Kunststoff- und Displaylösungen aus eigener Fertigung an, wenn Unternehmen ein Verkaufsdisplay nach Maß fertigen lassen möchten.